Wie muss man spielen, um zu gewinnen? Was ist beim Baseball-Wetten wichtig?

Baseball tippen

Einführung in das Thematop

Viele Leute, vor allem die Anfänger haben sich an dieser Sportart die Zähne ausgebissen. Allgemein wird gemeint, dass die Liga MLB (Major League Baseball) sehr ausgeglichen ist und die Besonderheit dieses Spiels keine Chancen auf ein erfolgreiches Tippen gibt. Ist es wirklich ein Glücksspiel? Generell sagt man, dass die Favoriten in jeder Saison ca. 36-38% der Spiele verlieren. Es ist ziemlich viel, wenn man die Tatsache berücksichtigt, dass jede Mannschaft 162 Spiele in einer Saison spielt. Diese Information ist jedoch für den Spieler nicht schlecht, denn man muss gar nicht auf die Favoriten setzen… Zu sehr populären Wetten gehören Spreads, Runline, asiatische Handicaps, die die Chancen der beiden Mannschaften ausgleichen. Wenn wir eine Mannschaft für eindeutig stärker halten, dann lohnt es sich, mit Handicap zu wetten. Wegen hoher Anzahl von Überraschungen in den Spielergebnissen soll man die Quoten unter 1,70 eher aufgeben.

 

Was ist für Profispieler beim Baseball-Tippen wichtig?top

1. Die Auswahl der besten Quote online. Scheint banal, doch vergessen es viele Spieler. Man soll bedenken, dass es im Laufe der ganzen Saison einer der wichtigsten Faktoren ist. Im Falle von Baseball hat jedes einzelne Prozent eine Bedeutung, wenn man das Jahr mit einem Plus abschließen will. Die Wettquoten können sich bei verschiedenen Wettfirmen sogar um ein paar Prozent voneinander unterscheiden.

2. Benutzung von sehr guten, zuverlässigen Statistiken und den aktuellsten News. Die beste Website, auf der du praktisch alles über MLB findest, ist ESPN.com und die Website mlb.com. Ich empfehle es besonders, vor dem Wetten sich mit dem „preview” von ESPN bekannt zu machen, denn es ist eine große Quelle von Statistiken für jedes Spiel. Auch die aktuelle Form der Spieler (vor allem der Pitcher) sowie die Geschichte der Spiele zwischen den Mannschaften werden beschrieben.

3. Vergiss es nicht, dass das richtige Verstehen der Statistiken und die Schlussfolgerungen nur die Hälfte des Erfolgs bedeuten. Wichtig sind auch die Informationen, die nicht direkt mit den Spielen verbunden sind oder auch die außersportlichen Geschichten. Die psychische Form der Spieler hat in dieser Sportart eine riesengroße Bedeutung.

4. Man kann nicht nur den Namen der Mannschaft oder des Pitchers, der das Spiel beginnt, sehen. Man nimmt an, dass der Werfer mindestens die ersten 6-7 Innings durchhalten soll. Noch vor ein paar Jahren waren vor allem die Statistiken eines Pitchers nützlich, die uns zu 80% sagen konnten, ob die bestimmte Mannschaft siegt. Heutzutage ist die Rolle des Ersten geringer als vorher, aber immer noch von großer Bedeutung. Es wird angenommen, dass der Starting Pitcher nach ca. 100 Ballwürfe in einem Spiel nicht mehr effizient ist und es kommt eher selten vor, dass der Trainer ihm länger spielen lässt. Erstens sinkt seine Effizienz drastisch, zweitens kommt das Risiko einer Verletzung hinzu. Es passiert oft, dass ein Trainer gegen gute Pitcher die Hitter ausstellt, die zwar keinen starken Schlag haben, aber imstande sind,  den Pitcher zu vielen Würfen (manchmal sogar bis 20) zu zwingen, bevor sie aus geworfen werden. In solch einem Fall bleiben dem Pitcher nur noch 80 Würfe im Spiel und es gibt große Chancen, dass er den Spielplatz früh verlässt und durch Pitcher ausgewechselt wird, die keine so große Palette der Würfe haben.

5. Man könnte über Serien in Baseball ein ganzes Buch schreiben. In dieser Sport ist es die Normalität ganz gegen Vernunft. Man kann gegen eine Serie nicht spielen, obwohl wir in einem anderen Artikel (Spielstrategien in MLB) es beschreiben, wie man die Serien nutzen kann. Eins ist sicher – wie in Roulette hat das Spielen auf rot/schwarz in einem progressiven System für eine längere Zeit keinen Sinn. Die Statistik kennt nicht den Begriff des Vorsprungs im Falle, wenn etwas von gleichen Parametern 10 mal in Reihe vorkommt und dass zum elften mal die Chance, dass es umgekehrt wird, größer ist. Die Chance beträgt immer noch 50%, obwohl es uns unlogisch scheint. Im Baseball kommen die langandauernden Serien von Siegen oder Niederlagen oft vor, so dass eine reine Progression schnell zur Pleite führen kann. Es passiert, dass der Underdog (die theoretisch schwächere Mannschaft) imstande ist, sogar 8-10 Spiele in Reihe zu gewinnen und eine bekannte Mannschaft, die als Favorit der meisten Spiele gilt, genauso gut eine Reihe von Niederlagen erleiden kann. Beispielweise hat eine der bekanntesten Mannschaften in der Liga – Boston Red Sox nach dem Start mit 20:19 die weiteren 10 Spiele verloren und zum Zeitpunkt des Entstehens dieses Textes hat sie einen Rekord von 20:29.
6. Das Wetter ist ein wichtiger Faktor in dieser Sportart. Viele Leute berücksichtigen es nicht, aber die Wetterbedingungen haben eine große Bedeutung nicht nur im Bezug auf den Sieg  sondern vor allem auf die Summe der Punkte. Windstärke, Feuchtigkeit oder ein wegen Regenfälle unterbrochenes Spiel – all dies hat den Einfluss vor allem auf die Summe der Punkte. Wenn man die Wettervorhersagen beobachtet, kann man während der ganzen Saison einen Vorsprung von ein paar Prozent haben. Wenn es während des Spiels einen starken Wind gibt, der gegen den Schlagmann (Hitter) weht, dann sind die Chancen auf Home Run und somit auf das Erzielen von ein paar Punkten auf einmal, deutlich begrenzt.

7. Pitcher und vor allem die unerfahrenen Pitcher können oft den Druck nicht aushalten. Ein Spieler, der zum Saisonanfang sehr gute Statistiken hat, hält oft den Druck nicht aus und ist nicht imstande die ganze Saison lang seine gute Form zu halten. Profispieler berücksichtigen dies oft, ganz im Gegenteil aber die Freizeitspieler, die nur auf Statistiken und Emotionen basieren. War der Neue z.B. in den ersten fünf Spielen gut, dann sinken in der Regel die Quoten auf diese Mannschaft, was man auch nutzen kann.

8. Der Spielplan in MLB hat eine riesengroße Bedeutung. Die Liga ist schwer, es gibt viele Spiele in einer Saison, die langen Serien der Auswärtsspiele haben einen unterschiedlichen Einfluss auf die Spieler. Es lohnt sich, sich auf die Geschichten aus früheren Saisons zu beziehen und zu prüfen, wie sich die einzelnen Spieler verhalten. Es gibt Spieler, die auswärts ganz gut spielen, jedoch im Falle von langen Serien der Auswärtsspiele nicht mehr ihre besten Merkmale zeigen können. Also, führen wir Statistiken, prüfen wir Ergebnisse aus früheren Jahren, was uns sicherlich dabei hilft, die Wettfirma zu schlagen.

9. Saisonanfang und Saisonende. Die am meisten überraschenden Ergebnisse gibt es in jeder Saison eben am Anfang oder am Ende. Soll man in diesem Zeitraum spielen? Es gibt dazu verschiedene Meinungen, obwohl ich aus Erfahrung sagen kann, dass es zu Saisonanfang mehr Fehler der Wettfirmen gibt und somit sind die Chancen, eine gute, hohe Quote zu erwischen, groß. Die Playoffs sind nicht einfach zu wetten, obwohl die Quoten auf Favoriten oft um ein paar Prozent überhöht sind. Zur Zeit von Playoffs wetten mehr Spieler, die sich nach Emotionen oder Sympathie für eine bestimmte Mannschaft richten. Deshalb kann man größere Quotenschwankungen beobachten, was sich nutzen lässt. Man kann sogar Sure Bets finden. Es scheint, dass auch während der Hauptsaison die Quoten für die berühmten Mannschaften, wie Boston oder Yankees oft um ein paar Prozent überhöht sind, denn die Wettfirmen lassen sich durch die Marke der Mannschaft beeinflussen und berücksichtigen nicht ihre aktuelle Form. Es wurde in gewissem Sinne zu einer Regel, dass die Yankees immer Favoriten sind und in der Wirklichkeit ist es oft ganz anders. Soll man dann vielleicht mal dagegen spielen?

10. Wenn es so oft zu Überraschungen kommt, dann soll man vielleicht die ganze Zeit auf Underdogs setzen? Obwohl Baseball für viele wenig berechenbar ist, lohnt sich solches Spielen auf die Dauer in den meisten Fällen. Das Voraussehen der Wettfirmen ist dank heutiger Technologie immer mehr zutreffend. Du kannst die Wettfirma nur dank deinem Wissen und der gesammelten Erfahrung schlagen.

11. Beim Wetten darf man nicht vergessen, dass es einen sehr wichtigen Unterschied zwischen zwei MLB Ligen gibt: American League (AL) und National League (NL). Dieser Unterschied betrifft die Anzahl der erzielten Punkte. In der AL werden mehr Punkte erzielt als in einem Spiel der NL. Es hängt damit zusammen, dass in der NL jeder Pitcher, der keine Ahnung vom Ballschlagen hat, auch als Hitter auftreten muss und den Ball schlagen muss, was in der Regel dazu führt, dass das Inning bald ohne Erzielen der Punkte endet. In der AL sind die Pitcher nicht verpflichtet, auch als Hitter zu spielen. Somit soll man sich über jedes Spiel in der NL, in dem die Summe der Punkte über 8 ist und über jedes Spiel in der AL, in dem die Summe der Punkte unter 8 ist, Gedanken machen.


Der Autor dieses Textes hat eine über 12 jährige Erfahrung in Wetten auf amerikanische Sportarten, vor allem MLB und NFL. Hundert Spiele live gesehen in New York und Chicago sowie über 1000 Spiel im Fernsehen.

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